
Mehr als 150 Jahre nachdem Römhild erstmals urkundlich erwähnt worden war, veranlaßte Friedrich II. im Jahr 1465 den Bau des Schlosses.
Der Mangel an Wasser soll einer der Gründe gewesen sein, der die Henneberger Grafen dazu veranlaßte, ihre Residenz auf der Hartenburg in die Stadt Römhild zu verlegen. 1491 wurde der Bau vollendet.
Unter Bertholdt XVI., dem letzten Grafen von Henneberg-Römhild, brannte das Schloss 1539 fast völlig nieder. Von 1640 bis 1672 fiel Römhild dem Herzogtum Sachsen-Altenburg zu. Danach gehörte es vorübergehend dem Hause Gotha, dessen Herrscher, Ernst der Fromme, als einer der "trefflichsten" Fürsten jener Zeit galt. Nach seinem Tod übernahm 1676 sein Sohn Heinrich die Regierung über das Herzogtum Sachsen-Römhild und zog mit seiner Gemahlin Maria-Elisabeth in Römhild ein. Heinrich, der 1710 kinderlos starb, gab dem Schloss den bis heute erhaltenen Namen "Glücksburg". Maria-Elisabeth verblieb bis zu ihrem Tod 1715 allein im Schloß, das danach zum Sitz verschiedener Herzoginnen wurde bis es 1826 völlig heruntergekommen dem Haus Sachsen-Meiningen zufiel. Auf Veranlassung Georg II. zog das erste deutsche Kriegswaisenheim ins Schloss.
Bevor die Grenztruppen der DDR das Schloss von 1961 bis 1973 in Beschlag nahmen, war hier 1948 ein Jugendwerkhof untergebracht. Nachdem sich die Grenztruppen in die nahegelegene Lungenheilstätte am Großen Gleichberg zurückgezogen hatten, zog der Stadtrat und die Stadtverwaltung ins Schloss ein.
Nach der Wende waren dringend notwendige Sanierungsarbeiten eingeleitet worden. Zur 500-Jahr-Feier 1991 hatten vor allem ABM-Kräfte für die äußere Attraktivität der Schloßanlage gesorgt.
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